Hochkarätige Keynote Speaker

In den vergangenen Jahren hat sich der DGPPN Kongress als zentrales Forum für das Fach Psychiatrie und Psychotherapie etabliert. Auch für dieses Jahr haben sich wieder renommierte Persönlichkeiten aus Forschung, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft angekündigt. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), MdB
Das Thema „Seelische Gesundheit“ ist in der Politik angekommen. Psychische Erkrankungen und Demenzen werden dort inzwischen als Volkskrankheiten anerkannt. Dementsprechend will die Gesundheitspolitik die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen laut Koalitionsvertrag mit Nachdruck verbessern. Was dafür zu tun ist, darüber spricht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in seinem Grußwort im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Kongresses.

Jutta Allmendinger
Die Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung spricht über Werte und Wünsche, Hoffnungen und Sorgen im Hier und Jetzt und für die Zukunft. Vor dem Hintergrund ihrer groß angelegten „Vermächtnisstudie“ beleuchtet sie Fragen von Familie, Karriere, Gesundheit und Technik und beschreibt, wie sich die Menschen in Deutschland ihre Zukunft vorstellen.

Ulrike Bingel
Die Neurologin gehört zu Deutschlands Spitzenforscherinnen. Sie untersucht die Informationsverarbeitung im menschlichen Schmerzsystem. In ihrer Lecture auf dem DGPPN Kongress wird sie über ihre neuesten Erkenntnisse zu der Psychoneurobiologie von Placebo- und Noceboreaktionen sprechen und Schlussfolgerungen für die Pharmakotherapie sowie unseren klinischen Alltag ableiten.

Frans B. M. de Waal
Der niederländische Biologe und Primatenforscher untersucht das Verhalten und soziale Intelligenz von Affen. 2007 wurde er vom Time Magazine als einer der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt gewählt. In seinem Vortrag spricht er über Empathie und Emotionalität bei Tieren und diskutiert die Frage von Gerechtigkeitssinn sowie weiteren Anzeichen hoch entwickelter Kooperationen.

Margot Friedländer
Für ihren Einsatz für die Aufarbeitung der Geschichte des Nationalsozialismus wurde Margot Friedländer 2018 die Ehrenbürgerin des Landes Berlin. 1921 in Berlin geboren, lebte sie bis zu ihrer Deportation ins Ghetto Theresienstadt 1944 im Untergrund von Berlin. Ihre Eltern und ihr Bruder kamen in Vernichtungslagern ums Leben. Die 96-jährige Trägerin des Bundesverdienstkreuzes kehrte 2010 nach Deutschland zurück, um in Schulen und anderen Einrichtungen persönlich Zeugnis über die Schoah abzulegen. Im Gespräch mit Mazda Adli wird die Holocaust-Zeitzeugin auf dem Kongress ihre Geschichte erzählen.

Tom Craig
Der Sozialpsychiatrieprofessor leitet das AVATAR Research Team am Londoner King’s College und referiert auf dem DGPPN Kongress über den Einsatz von Avatar-Programmen bei der Behandlung von akustischen Halluzinationen bei psychotischen Patienten.

Katrin Amunts
Die Direktorin des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin am Forschungszentrum Jülich ist eine der führenden Expertinnen für Brain Mapping und referiert auf dem Kongress über ihre aktuellen Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Kartierung des Gehirns.
 

Christian Schulz-Quach
Im Projekt „30 junge Menschen sprechen mit Sterbenden und deren Angehörigen“ wurden ein Jahr lang junge Menschen bei ihren Begegnungen auf Palliativstationen und in Hospizen begleitet. Schulz-Quach hält auf dem DGPPN Kongress einen spannenden Impulsvortrag zum Umgang mit dem Tod und zeigt den bewegenden Projektfilm.

Andreas Meyer-Lindenberg
Der Direktor des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim erforscht unter anderem die Mechanismen im Gehirn, die das menschliche Sozialverhalten bestimmen. Auf dem DGPPN Kongress hält er eine Lecture mit dem Titel „Soziale Interaktionen: Risiko und Resilienz für psychische Erkrankungen“. Andreas Meyer-Lindenberg ist Mitglied im Vorstand der DGPPN.

Klaus Dörre
Der Professor für Wirtschaftssoziologie ist u. a. für seine kritische Auseinandersetzung mit den Auswirkungen von Digitalisierung und Automatisierung auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Deutschland bekannt. In seiner Lecture wird er sich mit den gesellschaftlichen Ursachen für das Prekarität beschäftigen, in diesem Zusammenhang Armut und Stigmatisierung betrachten und eine Brücke zu den Auswirkungen auf die psychische Gesundheit schlagen.

Stefan Priebe
Der Experte für Sozial- und Gemeindepsychiatrie forscht am Londoner Wolfson Institut für Präventivmedizin. Er wird das Programm des DGPPN Kongresses 2018 mit seiner Lecture „Wo kann es hingehen mit der Psychiatrie?“ bereichern.

Sabine C. Herpertz
Wie wirken sich Traumata und psychische Erkrankungen von Eltern auf die Beziehung zu ihrem Kind aus? Mit dieser Frage befasst sich DGPPN-Vorstandsmitglied Sabine C. Herpertz in ihrer Lecture auf dem Kongress. Die Direktorin der Klinik für Allgemeine Psychiatrie am Universitätsklinikum Heidelberg ist ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der Persönlichkeitsstörungen und forscht außerdem zum Thema Emotionsregulation.
 

David M. Clark
Mit dem Britischen Professor für experimentelle Psychologie von der University of Oxford ist auf dem DGPPN Kongress einer der renommiertesten Experten Großbritanniens auf dem Gebiet der Psychotherapie- und Versorgungsforschung zu Gast. In dem wegweisenden Projekt „Verbesserung des Zugangs zu psychologischen Therapien (IAPT)“ in Großbritannien wurde ein Stepped-Care-Programm für Menschen mit Depressionen und Angststörungen entwickelt, das es gleichzeitig ermöglicht, die Wirksamkeit der in Anspruch genommenen Therapien zu evaluieren. In seinem Vortrag spricht er über die ökonomischen Argumente, die dafür sprechen, Psychotherapien einer breiteren Masse zugänglich zu machen.
 

Merete Nordentoft
In ihrer Lecture spricht Merete Nordentoft über die Errungenschaften und Zukunftsperspektiven der Frühintervention bei Psychosen. Dabei betont sie die entscheidende Rolle früher Interventionsangebote mit einem teambasierten, intensiven Fallmanagement unter Einbezug von Familienangehörigen. Sie stellt relevante Studienergebnisse vor und geht auf die immense Bedeutung der Intervention bei Risikogruppen während der prämorbiden Krankheitsphase ein.
 

Heiner Fangerau
Der Leiter des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin am Universitätsklinikum Düsseldorf hält einen Vortrag zum Thema Hirnforschung in der Zeit des Nationalsozialismus. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Geschichte und Ethik der Medizin des 19. und 20. Jahrhunderts, die Geschichte der medizinischen Diagnostik sowie die medizinhistorische Netzwerkanalyse und die medizinethischen Fragen des 21. Jahrhunderts. Er ist zudem Mitglied der Leopoldina Nationale Akademie der Wissenschaften
 

Manfred Lütz
Mediziner, Philosoph, Theologe und Bestsellerautor: Manfred Lütz ist Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses in Köln, hat mehrere Bücher geschrieben und tritt zudem als Kabarettist auf. Auf dem Kongress hält er eine Lecture mit dem Titel „Bluff – eine heitere Psychologie falscher Welten“. Der Vortrag beschreibt auf kabarettistische Weise, warum es ganz ernsthaft psychologisch ein Problem ist, dass wir heute zunehmend in künstlichen Welten leben.

Swaran Singh
Der Professor für Gemeinde- und Sozialpsychiatrie an der Universität von Warwick widmet sich in seinem Vortrag den Fragen der Transitionspsychiatrie und stellt die neusten Ergebnisse seiner bedeutenden Forschung auf diesem Gebiet vor. Titel seiner Keynote-Lecture: „From early intervention to transition: evidence-based reform of youth mental health services“.

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