Innovative Forschung für eine personenzentrierte Psychiatrie und Psychotherapie

Ein immenser Zuwachs an Kenntnissen über die Entstehung, Diagnostik und Therapie psychischer Erkrankungen prägt unsere Zeit. Daraus ergeben sich neue Anforderungen an die Einordnung dieser Kenntnisse in diagnostische und therapeutische Ansätze und Haltungen – für Professionelle, Betroffene und Angehörige. Denn keine andere medizinische Disziplin befasst sich so umfassend und ganzheitlich mit der betroffenen Person und unterliegt dabei so starken gesellschaftlichen, politischen und sozialen Strömungen. Als Volkskrankheiten des 21. Jahrhunderts kommt der dynamischen Erforschung psychischer Erkrankungen jetzt und in den kommenden Jahren eine Schlüsselrolle zu.

Wo steht die Psychiatrieforschung heute und wie nah sind wir daran, eine individuelle Passung von Therapien und Patienten zu erreichen? Welche neuen Endpunkte können Impulsgeber für neue psychosoziale und medikamentöse Therapien sein? Wie kann es gelingen, den Clinician Scientist zu stärken, damit neue Verfahren aus dem Bereich der Grundlagenforschung schnellstmöglich den Sprung aus dem Labor in die psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung schaffen? Welche Chancen, aber auch Risiken bieten neue, digitale Möglichkeiten für Diagnostik und Behandlung?

Mit diesen zukunftsweisenden Fragestellungen beschäftigt sich der DGPPN Kongress 2019 unter dem Leitthema „Innovative Forschung für eine personenzentrierte Psychiatrie und Psychotherapie“.

Eine klare Fokussierung auf den Patienten bedeutet, Betroffene und Angehörige systematisch in die Forschung einzubeziehen, um den besonderen Bedürfnissen von Menschen mit psychischen Erkrankungen gerecht zu werden. Um diese in Zukunft noch besser zu erfassen, gilt es das gesamte Potenzial etablierter und jüngerer Disziplinen wie den sozialen Neurowissenschaften oder der Psychotherapieforschung zu heben und in integrativen Modellen zusammenführen.

Diese und weitere brandaktuelle Themen aus Psychiatrie und Psychotherapie werden Ende November auf dem DGPPN Kongress in Berlin mit Fachleuten, Betroffenen und Angehörigen diskutiert und intensiv beleuchtet. Freuen Sie sich auf ein wissenschaftliches Programm der Extraklasse mit nationalen und internationalen Forschern, mit Experten aus der Versorgung sowie namhaften Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft.

Wir freuen uns, Sie auf dem DGPPN Kongress 2019 begrüßen zu dürfen.

Prof. Dr. med. Dr. phil. Andreas Heinz
Präsident der DGPPN

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