2-Tage-Workshops am 24. und 25.11.2021

Die 2-Tage-Workshops dauern jeweils zweimal 3,75 Stunden und finden in kleinen Gruppen mit maximal 30 Teilnehmern statt. Insgesamt sind die Veranstaltungen des DGPPN Kongresses mit voraussichtlich 30 CME-Punkten zertifiziert. Im Folgenden finden Sie  die buchbaren 2-Tage-Workshops. Die Gebühren werden auch im Portal angezeigt.

Der jeweils zweite Teil des Workshops findet am zweiten Tag im selben Raum statt.

 08:30–12:15 Uhr

WS-201 Welche Tools aus der ACT, CBASP, DBT lassen sich störungsübergreifend nutzen?

Vorsitz: Anne Guhn, Maria Kensche, Christoph Richter

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Einleitung

Für die individuelle Therapiegestaltung eröffnen moderne verhaltenstherapeutische Verfahren vielfältige Möglichkeiten.

Gemeinsam ist ihnen, dass sie als Fertigkeitentraining angelegt sind. Welche Fertigkeit dabei trainiert wird, ist sehr verschieden. Während sich die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) und die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) vor allem auf intra- und extrapsychische Prozesse des Patienten konzentrieren, beschäftigt sich das Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) schwerpunktmäßig mit dem interpersonellen Kontakt.

Inhalt

Dieser Workshop vermittelt Ihnen einen lebendigen Eindruck, wie Tools aus der ACT, dem CBASP und der DBT geschickt eingesetzt werden können, um schwierige Therapiesitzungen zu meistern (z. B. Non-Compliance, schwierige Patienten-Therapeuten-Beziehung, Suizidalität, Selbstverletzung). Dabei werden diese Verfahren sowohl im Einzelnen vorgestellt als auch praxisnah demonstriert.

Anhand von Rollenspielen werden Fallvignetten zu verschiedenen Problemsituationen aufgearbeitet.

Neben der Möglichkeit, Ihre konkreten Patientenfälle zu diskutieren, werden Sie vielfältige Anregungen erhalten, wie Sie Ihre psychotherapeutische Arbeit zukünftig noch effektiver gestalten können.

Methoden

  • Kurzvorträge
  • interaktives Rollenspiel
  • Übungen
  • Praxisbeispiele
  • Austausch und Reflexion

Ziel: Erweiterung der eigenen Methodenvielfalt in psychotherapeutischen Situationen wie auch psychiatrischen Gesprächssituationen.

Zielgruppe: Ärztliche und psychologische Psychotherapeut*innen, Student*innen der entsprechenden Fachrichtungen, Psycholog*innen

(Diplom/Master)

Literatur:

Bohus, M. & Wolf-Arehult, M. (2018) Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten: Das Therapeutenmanual. Stuttgart: Schattauer.

Brakemeier, E.-L., Guhn, A. & Normann, C. (2021) Praxisbuch CBASP: Behandlung chronischer Depression Modifikationen der traditionellen CBASP-Therapie. 2. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Weinheim: Beltz

Romanczuk-Seiferth N,  Burian R, Diefenbacher.A (2021) ACT in Klinik und Tagesklinik, Arbeiten mit der Akzeptanz- und Commitment-Therapie in multiprofessionellen Teams, 1. Auflage Kohlhammer Verlag

WS-202 Einführung in die forensische Begutachtung psychisch Kranker

Vorsitz: Hartmut Berger

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Die Bearbeitung von Gutachtenaufträgen beinhaltet eine Reihe von Tücken. Zum einen gilt es, den Inhalt der Gesetze und der Rechtsprechung zu verstehen, die im Rahmen der Begutachtung seelischer Erkrankungen von Bedeutung sind. In diesem Zusammenhang ist es für den Psychiater oftmals schwierig, das normative Denken der Juristen zu verstehen und dieses Beurteilungsraster mit dem in den psychiatrisch-psychologischen Wissenschaften üblichen Denken in Kontinuitäten in eine sinnvolle Übereinstimmung zu bringen. Weiter gilt es, die Sprache (und damit das Denken) der Psychiatrie so zu übersetzen, dass auch medizinische Laien verstehen, was gemeint ist. Der Workshop soll sich deshalb mit einigen ausgewählten Aspekten befassen, die bei der Begutachtung psychisch Kranker unabdingbar sind. Zielgruppe: Ärztinnen und Ärzte in der Weiterbildung. Fachärztinnen und –ärzte für Psychiatrie und Psychotherapie. Psychologinnen und Psychologen mit forensisch-psychiatrischer Erfahrung

Methode: In dem Workshop werden zunächst die forensisch-psychiatrischen Grundlagen der Begutachtung vermittelt. Im Einzelnen die rechtlichen Voraussetzungen und die klinisch-psychiatrische Vorgehensweise bei der Beurteilung der Schuldfähigkeit, des Hangs und der Prognose. Die Grundkenntnisse werden anhand von einzelnen Kasuistiken vertieft erörtert. Hierzu werden Übungsgutachten vorgelegt, deren Beurteilung in Kleingruppen erarbeitet und im Plenum gemeinsam erörtert wird. Den Teilnehmern steht es frei, eigene Gutachten einzubringen und vorzustellen.

Lernziele des Workshops sind: Grundkenntnisse der juristischen und forensisch-psychiatrischen Rahmenbedingungen; die Durchführung der klinisch-psychiatrischen sowie der testpsychologischen Untersuchung sowie der Zusatzuntersuchungen im Rahmen der strukturierten professionellen Urteilsbildung; formaler und inhaltlicher Aufbau des Gutachtens; Kriterien zur Beurteilung der Schuldfähigkeit.

WS-203 Prolonged Exposure – Einführung, Praxis und Studie zur Traumatherapie nach Edna B. Foa

Vorsitz: Marc Burlon, Nina Paulsen

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Prolonged Exposure (PE) gehört zu den am besten evaluierten Traumatherapieverfahren, das in vielen unabhängigen Forschergruppen weltweit seine Wirksamkeit gezeigt hat. Basierend auf Elementen der kognitiven Verhaltenstherapie zeigt das Verfahren seine Wirksamkeit in Studien mit traumatisierten Menschen und einer Posttraumatischen Belastungsstörung, aber auch bei Komorbiditäten wie schwere Alkoholabhängigkeit, emotional-instabile Persönlichkeitsstörung, Psychose und komplexe PTBS. Zusätzlich zeigt das Verfahren auch in der gedolmetschten Therapie von Flüchtlingen klinisch seine Wirksamkeit.

Prolonged Exposure wurde von Edna Foa und Kolleginnen entwickelt und folgt der Theorie das Furchtnetzwerk, das durch das Trauma entstanden ist, mit neuen Erfahrungen zu überlagern. Vermeidung von Gedanken und Situationen sind der wesentliche Motor der die Posttraumatische Belastungsstörung aufrecht erhält. Vermeidungsverhalten abbauen und dysfunktionale Gedanken verändern, das ist PE. Die Habituation durch das Erzählen alleine reicht nicht aus, es geht vielmehr darum die Sicht auf das Trauma, auf sich selbst und die Welt mit dem Patienten zu besprechen und zu verändern. Dies geschieht durch zwei Behandlungsstrategien, einmal die Konfrontation in Sensu mit dem Therapeuten und die Konfrontation in Vivo, die der Patient in der Regel alleine durchführt.

Der 2-tägige Workshop soll einleitend den Teilnehmern einen Überblick über den derzeitigen Forschungsstand geben, um das Spektrum an Indikationen darzustellen und zu diskutieren. Neben der allgemeinen Vorstellung des Ablaufs einer Prolonged Exposure Therapie und des dazugehörigen Manuals sollen die grundlegenden Therapiebausteine in der Abfolge der Therapie vorgestellt und eingeübt werden, z.B. Vorstellung Therapierational, Erstellen In-Vivo Hierarchie, Durchführung In-Sensu Expo, Durchführung der kognitiven (prolonged) Nachbesprechung der Exposition, Herausarbeitung der Hot Spots und Abschluss der Therapie.

Fragen aus der eigenen Praxis sind willkommen und können in den Workshop mit aufgenommen werden. Der Workshop kann für ein Therapiezertifikat zum Prolonged Exposure Therapeuten in Deutschland (Psychiatrische Klinik Lüneburg/Veranstaltungen) angerechnet werden.

WS-204 Einführung in die Metakognitive Therapie (MCT) bei Angststörungen und Depression

Vorsitz: Oliver Korn, Sebastian Rudolf

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Zu den neueren Entwicklungen der Verhaltenstherapie zählt die Metakognitive Therapie (MCT), die von Prof. A. Wells entwickelt worden ist. Sie wird zur Behandlung von Menschen mit affektiven Störungen, sowie Zwangs- und Angststörungen angewandt und geht davon aus, dass nicht die Inhalte von Kognitionen, sondern dysfunktionale und für den Patienten schwer zu kontrollierende Muster des Denkens und der Aufmerksamkeitslenkung maßgeblich für diese psychischen Störungen verantwortlich sind. Diese charakteristischen Muster werden auch als kognitives Aufmerksamkeitssyndrom (CAS) bezeichnet. Das CAS besteht aus einem exzessiven Grübeln und Sich-Sorgen-machen, Gedankenkontrollstrategien sowie einer ausgeprägten Lenkung der Aufmerksamkeit auf potentielle Gefahren. Den Hintergrund für den Einsatz dieser Strategien stellen positive metakognitive Überzeugungen dar, die ihren Nutzen für den Patienten betonen (z. B.: „Grübeln hilft mir, eine Lösung für meine Probleme zu finden.“). Über die Zeit bilden sich jedoch auch negative metakognitive Überzeugungen hinsichtlich der Unkontrollierbarkeit dieser Prozesse und ihrer Gefährlichkeit (z. B.: „Ich kann mein Sorgen-machen nicht kontrollieren!“). Sie tragen zu einer Aufrechterhaltung der obigen Strategien und dem Einsatz weiterer dysfunktionaler Bewältigungsstrategien bei (z. B. Vermeidung von Situationen, Substanzkonsum, etc.). Diese führen zu einer weiteren Verschlechterung der Symptomatik im Sinne eines Teufelskreises. Die metakognitive Therapie zielt auf eine Steigerung des metakognitiven Bewusstseins des Patienten und die Wiedererlangung der flexiblen Kontrolle über kognitive Prozesse und Prozesse der Aufmerksamkeitslenkung. Das CAS und dysfunktionale Bewältigungsstrategien werden abgebaut, die ihnen zugrundeliegenden metakognitiven Überzeugungen verändert und alternative Pläne der kognitiven Verarbeitung generiert. Aktuelle empirische Daten weisen darauf hin, dass ein großer Teil der Patienten auf diese Art der Behandlung respondiert und eine nachhaltige und klinisch bedeutsame Verbesserung der Symptomatik erreicht.
 

WS-205 Risiken der Psychopharmakotherapie

Vorsitz: Renate Grohmann, Toto Sermin, Susanne Stübner, Gabriel Eckermann, Andreas Horvath

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Die Bewertung der Risikofaktoren einer psychopharmakologischen Therapie ist von unverändert großer Bedeutung bei der Behandlung psychiatrischer Patienten. Aus einem jahrzehntelangen Erfahrungshintergrund (AMSP Projekt) mit jeweils neuester wissenschaftlicher Begleitung werden hier die wichtigsten Risiken der einzelnen Psychopharmakagruppen aus der Sicht der täglichen klinisch-praktischen Anwendung vorgestellt. Die Risiken bei Kombinationen der Psychopharmaka untereinander als auch mit anderen Arzneimitteln - sowohl im Hinblick auf pharmakokinetische als auch pharmakodynamische Effekte - werden anhand von Übersichten und an Fallbeispielen dargestellt und gemeinsam bearbeitet. Sowohl Antidepressiva als auch Antipsychotika, mood stabilizer und andere in der Psychiatrie angewandte Pharmaka werden einbezogen. Besonderer Wert wird auf Aspekte der individuellen Risikoanalyse gelegt. Erwünscht sind Fallbeispiele aus dem Auditorium.

Methode: Information im Vortrag, Fallbeispiele, Interaktion und Diskussion

Zielgruppe: Nervenärzte, Psychiater, Psychotherapeuten, Internisten, Allgemeinärzte, Psychologen
 

WS-206 Einführung in die Dialektisch Behaviorale Therapie für Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung und Suchterkrankung (DBT-S)

Vorsitz: Sophie Reiske, Julia Förster

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Die Therapie von Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen in Kombination mit einer bestehenden Substanzgebrauchsstörung stellt eine besondere Herausforderung an die Behandler dar.

Zum Abbau von aversiv erlebten Spannungszuständen werden von den Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung und einer komorbiden Substanzabhängigkeit neben den suizidalen Handlungen, dem selbstverletzenden Verhalten, auch Substanzen eingesetzt.

Aus dem parallelen Auftreten von Borderline-Persönlichkeitsstörung und Substanzgebrauchsstörung ergeben sich viele Probleme für den klinischen Alltag. Für Patientengruppen mit Doppeldiagnose besteht die Gefahr, von Therapieeinrichtungen nicht ausreichend profitieren zu können, da diese oft störungsspezifische Therapieprogramme anbieten, welche Patienten mit einer zusätzlichen Abhängigkeitserkrankung ausschließen. Die Spezialkliniken für die Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen behandeln ebenfalls häufig vorrangig die Substanzabhängigkeit, wobei die komorbiden Störungen häufig nachrangig oder nicht behandelt werden.

Das hier vorgestellte DBT-S Therapieprogramm wurde speziell für Patienten, die neben einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) eine Substanzgebrauchsstörung aufweisen, entwickelt.

Das Therapieprogramm beinhaltet Modulen und Methoden der Dialektisch-Behavioralen-Therapie (DBT) sowie der Suchttherapie.

Im Rahmen dieser Weiterbildung werden praxisnah die Grundsätze aus dem stationären und ambulanten Setting der DBT-S vermittelt und geübt.

Folgende Inhalte werden unter anderen behandelt:

  • Grundlagen der DBTS
  • Integration von den Methoden moderner Suchttherapie mit DBT
  • Dynamische Hierarchisierung mit Integration der Suchtsymptomatik
  • DBTS spezifische Strategien und Suchspezifische Skills

 

15:30–19:15 Uhr

WS-207 Psychopharmakologie – Update 2021

Vorsitz: Francesca Regen, Oliver Peters, Julian Hellmann-Regen, Verena van Ginneken, Arnim Quante

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Die Auswahl der "richtigen" Psychopharmaka stellt in der klinischen Praxis eine große Herausforderung dar. Auch wenn die Anzahl neuer Psychopharmaka in den vergangenen Jahren recht überschaubar geblieben ist, gibt es immer wieder wichtige neue Erkenntnisse zu bereits bekannten Substanzen, insbesondere hinsichtlich unerwünschter Wirkungen und Wechselwirkungen. Dieser Workshop informiert über neue Erkenntnisse und Trends in der Psychopharmakologie und gibt einen aktuellen Überblick über Antidepressiva, Antipsychotika, Stimmungsstabilisatoren und Medikamente zur Behandlung von Schlafstörungen sowie über die Pharmakotherapie im Alter und bei Demenz. Dabei wird großer Wert auf den praxisnahen Einsatz gelegt, neben der patientenspezifischen Auswahl liegt der Schwerpunkt auf Kombinationsmöglichkeiten, Interaktionen und medikamentösen Strategien bei Therapieresistenz. In abschließenden Falldiskussionen können vorbereitete oder eigene Fälle besprochen und Erfahrungen ausgetauscht werden.

WS-208 Psychodynamische Psychotherapie und Krisenintervention bei Patienten mit Borderline- und narzisstischen Persönlichkeitsstörungen

Vorsitz: Peter Buchheim, Stefano Baccara

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Ziel des Workshops ist es, zu vermitteln, wie ein psychodynamischer Ansatz bei schweren Persönlichkeitsstörungen im ambulanten und stationären Setting und in Krisensituationen eingesetzt werden kann.

Wir informieren über die Prinzipien der Diagnostik und Therapie, über die Rahmenbedingungen mit Therapievertrag sowie über das therapeutische Vorgehen in der ambulanten und stationären Therapie.

Wir orientieren uns an der von Otto Kernberg entwickelten, auf der Objektbeziehungstheorie basierenden Methode der „Transference-Focused Psychotherapy (TFP)", einer störungsspezifischen, evidenzbasierten psychodynamischen Psychotherapie.

Primäre Therapieziele sind Reduzierung von gestörter Emotionsregulation, von Angst, Depression und Suizidalität, von aggressivem und selbstdestruktivem Verhalten und von Therapieabbrüchen unter Berücksichtigung von komorbiden Störungen.

Langfristige strategische Therapieziele sind Förderung der Fähigkeit zur Reflektion, Integration, Bindung und Empathie sowie die langfristige Stabilisierung der sozialen Funktionsfähigkeiten in interpersonellen Beziehungen, in Ausbildung und Arbeit. 

Ein spezifischer therapeutischer Fokus liegt auf den in der Interaktion reaktivierten heftigen Emotionen, auf den dysfunktionellen und verzerrten Selbst- und Objektbeziehungen, den Identitätsstörungen der Patienten und insbesondere auf den Übertragungs- und Gegenübertragungsreaktionen in der Kommunikation zwischen Patient und Therapeuten.

Wir vermitteln die Grundzüge der Behandlungstechnik mit der Darstellung von Fallbeispielen, Videoaufzeichnungen von ambulanten und stationären Therapiesitzungen und Kriseninterventionen und üben die typischen Interaktionsprobleme im Rollenspiel anhand von Fallbeispielen.

Methode: Theorie, Diagnostik, Behandlungstechnik, Videoaufzeichnungen, Praktische Übungen, Besprechung eigener Fälle der Teilnehmer, Rollenspiel, Kleingruppenarbeit

Zielgruppe: Ärzte und Psychologen mit Erfahrungen in der ambulanten und stationären Behandlung von Patienten mit Persönlichkeitsstörungen.

Literatur:

J.F. Clarkin, F. E. Yeomans, O. F. Kemberg (2001,2008, 2017) Psychotherapie der Borderline­ Persönlichkeit. Manual zur Psychodynamischen Psychotherapie, Schattauer, Stuttgart.

Doering S, Hörz S, Rentrop M, Fischer-Kern M, Schuster P, Benecke C, Buchheim A, Martius P, Buchheim P. Transference-focused psychotherapy v. treatment by community psychotherapists for borderline personality disorder: randomised controlled trial. Br J Psychiatry 2010; 196: 389–95.

WS-209 Motivierende Gesprächsführung – Strategien der Gesprächsführung mit unzureichend motivierten Patienten

Vorsitz: Christoph Kröger, Bettina Lohmann

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Die Motivierung von Patienten gehört zum täglichen Geschäft von Therapeuten und Ärzten. Patienten müssen motiviert werden, die Medikamentencompliance aufrecht zu erhalten, eine Therapiemaßnahme zu beginnen, Verhaltensänderungen aktiv vorzunehmen oder auch nur ein Krankheitsmodell zu akzeptieren. Die Motivierende Gesprächsführung ist eine für den Einsatz mit unmotivierten Patienten entwickelte, wissenschaftlich fundierte und elegante Motivierungsstrategie. Sie verhilft den Therapeuten, ihre Ziele zu erreichen, ohne starke Widerstände auf Seiten des Patienten zu provozieren, oder geschickt mit dem Widerstand umzugehen. 

Ziel des Workshops ist es, dass die Teilnehmer sich sicher fühlen im Umgang mit unmotivierten Patienten.

Didaktische Methoden: Präsentation der Theorie im Vortrag, Demonstration der Techniken anhand konkreter Beispiele im Plenum und durch Videobeispiele; Erarbeitung von Methoden in Kleingruppen; Rollenspiele; Diskussion

Zielgruppe: Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten, Pflegekräfte, Sozialarbeiter; therapeutisches Fachpersonal

WS-210 EMDR in der Behandlung der PTBS

Vorsitz: Karsten R. Böhm

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EMDR hat sich in zahlreichen Studien als wirkungsvolle Intervention erwiesen und erhielt 2006 die wissenschaftliche Anerkennung für einzelne Anwendungsbereiche vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) in Deutschland. 2015 erfolgte die Zulassung als Richtlinienverfahren zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) bei Erwachsenen in Deutschland. In den USA ist EMDR bereits seit 1998 anerkannt (APA) und in Großbritannien seit 2001 (UK Dept. of Health). EMDR gilt als effektiver Weg in der Therapie der PTBS auch in schweren und chronifizierten Fällen sowohl im ambulanten als auch im stationären Rahmen.

Der Einführungskurs verfolgt das Ziel, anhand praktischer Fallbeispiele erste Kompetenzen zur Durchführung von EMDR in der Therapie der PTBS aufzubauen und einzuüben. Neben Indikationen und Kontraindikationen, werden vor allem die acht Phasen der EMDR-Behandlung (EMDR-Standard-Protokoll) ausführlich vorgestellt.

Die praktische Anwendung steht im Mittelpunkt. Im Workshop werden hierzu Therapievideos gezeigt und die Theorie anschaulich vermittelt. Zudem wird auf typische Probleme in der Therapieplanung einer posttraumatischen Behandlungsstörung eingegangen.

 

WS-211 Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) – Therapeutentraining

Vorsitz: Thorsten Kienast

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Die Akzeptanz und Commitment Therapie (ACT) wird wie die Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT) zu den Verfahren der dritten Welle der Verhaltenstherapie gezählt. Während ein wichtiges Ziel in der DBT ist Emotionen zu regulieren und Gedanken zu verändern, fokussiert ACT auf einen völlig anderen Schwerpunkt. Das systematische Erlernen von „Akzeptieren“. Grundlage für diesen Ansatz ist die Erkenntnis aus der praktischen Arbeit mit Patienten, dass es nicht immer möglich ist blockierende Gefühle zu regulieren oder sich von bestimmten Gedanken ausreichend zu distanzieren um ein lebenswertes Leben zu führen. Nicht selten wird ein solches Leben über lange Strecken als unerfüllt, voller Angst und verbittert empfunden.

ACT ist ein therapeutisches Konzept das sich nicht auf komplizierte kognitive Modelle, sondern an den Werten des Betroffenen orientiert. ACT setzt dabei auf den geschickten Einsatz von einfachen Metaphern. Die Methode ist leicht erlernbar und sofort einleuchtend. Die Therapieform arbeitet direkt emotionsaktivierend und ist für ein sehr breites Klientel direkt und nachhaltig einsetzbar. Wie die Schematherapie besitzt ACT einen störungsübergreifenden Ansatz und ist für die Behandlung verschiedener psychischer Erkrankungen als wirksam evaluiert. Wirksamkeitsnachweise bestehen unter anderem für Angsterkrankungen, Abhängigkeitserkrankung, Persönlichkeitsstörungen und Depression.

Das übergeordnete Ziel dieser Behandlungsform ist es Vermeidungsverhalten mit hohen Kosten aufzugeben und durch ein effektives, funktionales Verhalten zu ersetzen.

In diesem Workshop erhalten Sie neben einer Einführung in ACT einen praktischen Einblick in die sechs Dimensionen der ACT, das Hexaflex einschließlich Patientenskills:

  • Akzeptanz
  • Kognitive Defusion
  • Selbst-als-Kontext
  • Achtsamkeit
  • Werte
  • Engagiertes Handeln

Das in diesem Training Gelernte ist nach dem „Plug and Play Prinzip“ so aufbereitet, dass es unmittelbar nach dem Workshop in Einzel- und Gruppentherapien angewendet werden kann.

Literatur

  • Eifert, G. (2011) Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). Göttingen: Hogrefe Verlag
  • Wengenroth, M. (2017) Akzeptanz- und Commitmenttherapie. Weinheim: Beltz Verlag
  • Villatte M, Villatte J, Hayes S, übersetzt von Fedder C, Kienast T, Sipos V, Schweiger U: Sprache als psychotherapeutische Intervention. Kohlhammer Verlag 2020

 

WS-212 Was kann daran schon schwierig sein? Grundlagen und Fallstricke der ärztlichen Gesprächsführung im psychiatrischen Alltag

Vorsitz: Burkhard Matzke, Katharina Kubera

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Kein Abstract

WS-213 EinBlick ins Gehirn: Neurowissenschaften und COVID-19

Vorsitz: Dieter F. Braus

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COVID-19 ist einerseits für die psychiatrische-psychotherapeutische Versorgung ein Herausforderung in bisher ungekanntem, Ausmaß, gleichzeitig haben die erhebliche Reduktion sozialer und kultureller Erfahrungen über verordnete soziale Distanz bis hin zu Quarantäne, und die weiteren, massiv freiheiteinschränkenden Maßnahmen des Infektionsschutzes mit  weitgehendem Shut-Down des öffentlichen Lebens und weiter Teile der Wirtschaft im Frühjahr 2020 enorme Auswirkungen auf Psyche, Nervensystem und Immunsystem bei allen Bürger. Effekte auf das Dopaminsystem, die Endorphine und das Oxytocin führen beim Sozialwesen Mensch nach geraumer Zeit zu Verlust der Vitalität und Motivation, Herabstimmung und Ängste, erhöhte Schmerzempfindlichkeit, Schlafstörungen und dem Erlahmen der immunologischen Abwehrkräfte. Stressassoziierte psychische Störungen sind die Folge. Im Rahmen des Workshops sollen Brücken zwischen Erleben, Verhalten, Genen, Immunologie und Gehirn gebaut werden. Aktuelle Daten aus der neurowissenschaftlichen Forschung werden referiert und diskutiert. Neue Möglichkeiten für die zukünftige Versorgung im klinischen Alltag und der Praxis sollen abgleitet werden.

WS-214 Präzisionsmedizin 2021:  Was wir über Genetik, Grapefruit und Medikamenten-Interaktionen wissen sollten

Vorsitz: Daniel Müller, Eva Janina Brandl, Gabriel Eckermanm

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Als Hauptfaktoren für die große Variabilität von Arzneimittelwirkungen gelten Alter, Geschlecht, klinische Symptomatik, Arzneimittel-Interaktionen und genetisch bedingte Eigenschaften. Behandler als auch Patienten zunehmend Fragen wie zum Beispiel: „Wie kann eine medikamentöse Behandlung besser auf individuelle Faktoren zugeschnitten werden?“ - "Wie nützlich sind genetische Tests in der pharmakologischen Behandlung?“, „Welche Rolle spielt die Ernährung“ und „Wie lassen sich Wechselwirkungen in der täglichen Praxis und in Konsilen vermeiden“?

Im Workshop werden alle relevanten Grundlagen zu Arzneimittelinteraktionen sowie derzeit gängigen genetischen Testverfahren präsentiert und mittels Fallbeispielen wird aufgezeigt, wie in schwierigen Behandlungsfällen genetische Untersuchungen zielführend eingesetzt werden können (Drs. Müller und Brandl).

Ergänzend wird Dr. Eckermann zahlreiche und äußerst lehrreiche Fallbeispiele wie gewöhnlich detailliert diskutieren, bei denen die Bedeutsamkeit von CYP-Enzymaktivitäten und Arzneimittelinteraktionen intensiv verdeutlicht werden.

Zusammenfassend werden in diesem Workshop die folgenden Lernziele angestrebt: 1) Grundlagen für relevante Nebenwirkungen und Interaktionen von Arzneimittel; 2) Grundlagen genetischer Variabilität und personalisierter (v.a. genomischer) Medizin; 3) Grundlagen des Einflusses von Ernährung und Lifestyle-Faktoren; 4) Präsentation von Fallbeispielen mit problematischen Arzneimittel-Nebenwirkungen/ Wechselwirkungen und wie diese zu vermeiden sind; und 5) Vorteile in der Anwendung von pharmakogenetischen Untersuchungen mit Fallbeispielen (insbesondere CYP2D6 und CYP2C19).

Zielgruppe:

Klinisch tätige Ärztinnen und Ärzte im ambulanten und stationären Bereich, wie auch wissenschaftlich interessierte Personen zum Thema Behandlungsoptimierung durch vertiefte Kenntnisse im Bereich Genetik, Lifestyle (v.a. Ernährung) und Arzneimittel-Interaktionen.

Didaktische Methode:

Ca. 75 % Strukturierte Präsentationen, mit dem Ziel komplexes Wissen über die Ursachen der Variabilität von Psychopharmaka-(Neben-)Wirkungen und -Interaktionen zu vermitteln. Dazu werden zahlreiche Fallbeispiele und der Vorteil von angewandten pharmakogenetischen Untersuchungen erörtert.

Ca. 25 % Interaktive Gestaltung mit Diskussion und Beantwortung von Fragen zu den Präsentationen sowie Einladung über eigene Fallbeispiele zu berichten und zu diskutieren. 

WS-215 Interpersonelle Psychotherapie der Depression (IPT) – Update: Strategien in Krisenzeiten, bei Einsamkeit und sozialer Isolation

Vorsitz: Ute Nowotny-Behrens, Rebecca Schneibel

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Die interpersonelle Psychotherapie nach Klerman und Weissman gehört neben der Kognitiven Verhaltenstherapie zu den am besten untersuchten und evidenzbasierten Verfahren in der Depressionsbehandlung. Das störungsspezifische Kurzzeittherapieverfahren, setzt an den unmittelbaren Lebensbezügen des Patienten an und ist leicht zu erlernen.  Wenn sich die Lebensbedingungen in persönlichen oder globalen Krisen verändern, sind Anpassungsleistungen erforderlich, für die die IPT hilfreiche Strategien mit ihrem Fokus auf zwischenmenschliche Beziehungen und soziale Rollen anbietet. Von besonderer Bedeutung dabei sind die emotionale Verarbeitung, Flexibilisierung von Bewältigungsstrategien und Ressourcenaktivierung. In Krisenzeiten wie z. B. der globalen Corona-Pandemie werden die fünf umschriebenen Problembereiche der IPT hoch aktuell: (unfreiwillige) Rollenwechsel, zwischenmenschliche Konflikte, Trauer um den Verlust von Bezugspersonen, Einsamkeit, Arbeitsstress. Soziale Isolation und Einsamkeit, ein gleichzeitig hoch aktuelles und überdauerndes gesellschaftliches Thema sowie ein Risikofaktor für psychische und kardiovaskuläre Erkrankungen soll besondere Berücksichtigung finden.

Zielgruppe: Die Interpersonelle Psychotherapie ist Leitlinienverfahren für die Behandlung depressiver Patienten im ambulanten und stationären Rahmen. Somit richtet sich der Workshop an Psychiater, Psychologen, Neurologen und andere psychotherapeutisch Tätige in Kliniken und Praxen.

Didaktische Methode: Nach einer kurzen Einführung werden im Workshop anhand zahlreicher Falldarstellungen, Demonstrationen, praktischer Übungen und Rollenspiele spezifische, sich den aktuellen Themen der Zeit stellende, Techniken erprobt und eingeübt.

WS-216 Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie intensiv

Vorsitz: Irene Samman

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Der praxisnahe Workshop wendet sich sowohl an Neueinsteiger als auch an erfahrene Kollegen, die bereits psychiatrische Konsile durchführen oder sich gezielt in allen Bereichen der Akut- und Intensivmedizin darauf vorbereiten wollen.

Der Workshop vermittelt, wie Sie an ein Konsil herangehen, welche Vorinformationen nützlich sind und wie Sie ein Gespräch auch unter schwierigen Bedingungen und Zeitdruck aufbauen und strukturieren. Sie erhalten viele Tipps zur Bewältigung von Krisensituationen aus den langjährigen konsiliarpsychiatrischen Erfahrungen eines Maximalversorgers mit mehr als 1600 Betten. In kaum einem anderen Gebiet der Psychiatrie lässt sich in so kurzer Zeit ein so hoher Wissens- und Erfahrungszuwachs erzielen wie in der Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie. Der Schwerpunkt des Workshops liegt auf dem klassischen Konsultationsmodell.

Wir besprechen komplexe Konsilsituationen, in denen ein rascher Überblick, engagiertes Handeln und klare Entscheidungen erforderlich sind. Beispiele sind die Abklärung von Suizidalität auf einer Intensivstation, Gesprächsführung bei schwierigen oder aggressiven Patienten, Zusammenarbeit mit den Stationsteams, Umgang mit Kollegen beim Wunsch nach sofortigen Notfallkonsilen, Abklärung von Übernahmeindikationen in die Klinik für Psychiatrie und Management von psychiatrischen Akutsituationen im Umfeld einer somatischen Station. Die rechtlichen Themen betreffen u.a. das Betreuungsrecht, freiheitsentziehende Maßnahmen, Zwangsbehandlung nach §1906a auf einer somatischen Station, die Einwilligungsfähigkeit vor Eingriffen, bei plötzlichem Entlasswunsch oder bei Wunsch nach Behandlungsabbruch. Weitere Themen sind Sucht, Demenz, Delir, Depressionen und suizidale Äußerungen bei körperlich Kranken. Wir befassen uns intensiv mit den Grundlagen, Interaktionen und den häufigen Problemstellungen der Psychopharmakotherapie bei multimorbiden Patienten.

WS-217 Crash-Kurs Psychiatriegeschichte

Vorsitz: Axel Karenberg, Kathleen Haack, Dirk Arenz, Ekkehardt Kumbier

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An zwei Tagen werden Grundzüge der Psychiatriegeschichte, auch im Hinblick auf die Facharztprüfung, systematisch vermittelt und mit Hilfe von historischen Quellen anschaulich dargestellt.

Kernthema 1) Kompaktwissen Höhepunkte und Irrwege in der Geschichte der Psychiatrie. Schwerpunkte: von der Aufklärung bis zum Ende des 19. Jahrhunderts; Tendenzen der Psychiatrie im 20. Jahrhundert; Psychiatrie im Nationalsozialismus; Psychiatrie in der DDR.
Kernthema 2) Ausgewählte Quellen: Texte und Kontexte. Kleingruppenarbeit, strukturierte Diskussionen, Raum für Fragen und Kommentare.
Kernthema 3) Was weiß ich? Eponym-Quiz

Zielgruppe: Kolleginnen und Kollegen in der Vorbereitung zur Facharztprüfung; alle in der Psychiatrie Tätigen, die historisch interessiert sind, ebenso aus psychiatrienahen Berufen

Didaktische Methoden: PowerPoint-unterstützte Vorträge und Diskussionen (Tag 1); Kleingruppenarbeit, Textlektüre und Videos (Tag 2)

WS-218 Stimmenhören und persistierender Wahn: kognitive Verhaltenstherapie – was tun, wenn antipsychotische Medikation ihre Grenzen findet

Vorsitz: Roland Vauth

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20–25 % aller Betroffenen mit schizophrenen Störungen zeigen trotz aller Fortschritte in der pharmakologischen Behandlung auch heute noch persistierende Wahnsymptomatik auf und/oder hören chronisch Stimmen. Für Patienten, Angehörige und Therapeuten oft ein Grund zu resignieren. Dabei wurden in der jüngsten Vergangenheit eine ganze Reihe interessanter kognitiv-verhaltenstherapeutischer Ansätze entwickelt, die erfolgreich zur Behandlung eingesetzt werden können. Eine Vielzahl guter Studien und systematischer Reviews zeigen, dass sie neben Optimierung antipsychotischen Medikation in diesem Indikationsbereich als evidenzbasierter Ansatz moderner Psychiatrie zur Verfügung stehen. Aber welche Techniken wendet man wie an und wie baut man auch systematisch erfolgreiche Therapie auf? Ein besonderer Schwerpunkt wird hier auf neuere Ansätze in der Wahnbehandlung (safety learning) und problemspezifische Ansätze beim Stimmenhören gelegt. Anhand eigener und vorgestellter Fallbeispiele lernen Sie Praxisrelevantes für ambulante und stationäre Therapie. Aber auch wie man Patienten mit modernen motivationspsychologischen Verfahren überhaupt in verhaltens- und pharmakotherapeutisch Behandlung bekommt und hält (engagement and disengagement, Comliance) gehören zum Interventionspaket.

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